Fachbücher

  • Hans-Jürgen Tietz
Ligatur-Verlag; Auflage: 5 (30. März 2011), ISBN 3940407321
Antimykotika sind Medikamente, die gezielt Pilzerreger angreifen. Für jede Mykose gibt es mindestens ein hoch wirksames Präparat. Grundsätzlich ist daher jede Pilzerkrankung heilbar. Denn sie hat eine spezifische Ursache – einen Erreger, der beseitigt werden kann und muss. Es ist stets der Erreger, der die Mykose auslöst, trotz vieler wichtiger Begleitumstände. Die Antimykotika sind somit der Hauptschlüssel zum Heilerfolg und in ihrer Vielfalt faszinierend. Dank neuer Wirkstoffe wie die Echinocandine sind auch die Heilungschancen für Patienten mit systemischen Mykosen aussichtsreicher denn je. Ebenso können schwierige lokale Infektionen wie die Tinea capitis, die Onychomykose und chronische Kandidosen geheilt werden. Ein Blick in neue Therapiekonzepte ist lohnenswert. Die aktuelle Ausgabe der »Antimykotika von A – Z« präsentiert sich in einem neuen Gewand und erscheint in einem anderen Verlag als bisher. Geblieben ist das bewährte Konzept. Im ersten Teil werden die Antimykotika von A – Z vorgestellt, getrennt nach topischer und systemischer Anwendung. Überarbeitet und erweitert wurde das Kapitel »Therapie ausgewählter Problemmykosen«. Möge dort jeder Therapeut fachbezogene Hilfe und Inspiration finden, von der Ambulanz bis zur Intensivmedizin, dem programmatischen Untertitel der 5. Auflage.
  • Hans-Jürgen Tietz
  • Pietro Nenoff
  • Andrew J. Ullmann
Georg Thieme Verlag, 2005, ISBN 3-13-138131-0
Mykosen der inneren Organe gehören zu den problematischsten und am schwersten zu behandelnden Infektionskrankheiten. Sie treten heute in einem breiten Spektrum der Disziplinen auf, von der Inneren- bis zur Intensivmedizin. Grundsätzlich kann jedes Organsystem befallen werden. Unbehandelt führen solche Mykosen fast immer zum Tode. Das Buch gibt Auskunft über die Ergebnisse zweier Obduktionsstudien, moderne diagnostische Nachweisverfahren und neue Antimykotika zur Therapie von Organmykosen. Die Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie lebensbedrohlicher Pilzinfektionen sind heute besser denn je. Das Buch wendet sich deshalb an eine breite Leserschaft - an Mikrobiologen, Pharmakologen, Onkologen, Infektiologen, Hämatologen, Transplantations- und Intensivmedizinier.
  • Hans-Jürgen Tietz
  • Horst Ulbricht
Schlütersche; Auflage: 1., Aufl. (25. Juni 2003), ISBN 387706633X
Warum erkranken gerade Sportler an Mykosen und wo liegen die Infektionsmöglichkeiten? Mehr als 25 Millionen Bundesbürger treiben Sport und kennen die Risiken Nagel-, Fuß- oder Hautpilz zu bekommen nicht. Dieses Buch bietet umfassende Informationen zu Prophylaxe, Diagnose, Differenzierung und Therapie dieser Erkrankungen. Das Buch richtet sich an Allgemeinmediziner, Dermatologen, Sportärzte und auch an die Sportler selbst.
  • Hans-Jürgen Tietz
  • Werner Mendling
Blackwell Wissenschaft, 2001, ISBN 3131377518
Hautmykosen zählen, gemessen an ihrer Häufigkeit, zu den bedeutendsten Infektionskrankheiten unserer Zeit. Die meisten dieser Erkrankungen sind ihrem Wissen nach zwar harmlos, in vielen Fällen aber äußerst hartnäckig und stellen somit ein therapeutisches Problem dar. Das Ziel muß eine konsequente und zur Rezidivfreiheit führende Behandlung sein, wozu das vorliegende Buch einen Beitrag leisten möchte. Auch Vulvovaginalmykosen gehören zum alltäglichen Bild in der gynäkologischen Praxis. Während des Medizinstudiums nimmt die gynäkologische Infektiologie und insbesondere Mykologie jedoch nur einen geringen Raum ein, so daß es im klinischen Alltag oft an adäquater Diagnostik und Therapie mangelt. Doch sachkundige Leser wissen, daß sich Theorie und Praxis ständig weiterentwickeln. Dieses kurzgefaßte Buch stellt in komprimierter und überschaubarer Form mit Hilfe von tabellarischen Darstellungen und einprägsamen Bildern den aktuellen Stand der Diagnostik und Theraoie von Haut- und Vaginalmykosen dar. Es berücksichtigt in erster Linie die Pilzerkrankungen der täglichen Praxis und richtet sich an diejenigen Leser, die als erste mit Mykosen im ambulanten Bereich zu tun haben, angefangen von den Dermatologen bzw. Gynäkologen über Internisten, Hausärzte und Pädiater bis hin zu den Mikrobiologen im Labor.
  • Hans-Jürgen Tietz
  • Horst Ulbricht
Schlütersche Verlag (1. Januar 1999), ISBN 3877065406
Die Autoren sind seit vielen Jahren auf dem Gebiet der mykologischen Fortbildung tätig. Ihre vielfältigen praktischen Erfahrungen sowie die praxisrelevanten Fragen der Kursteilnehmer sind in dieses Buch eingeflossen. Leicht verständlich führen sie den Leser in die mykologische Diagnostik ein und geben Hilfestellung beim Anlegen eines Nativpräparates, einer Pilzkultur und deren Bestimmung. Eine Vielzahl von klinischen Bildern und Erregerabbildungen ermöglichen einen raschen instruktiven Einblick in die Welt der Haut- und Schleimhautmykosen sowie deren Erreger.

Weitere Publikationen

2018|07

Orale Candidose

  • Dieter Reinel
  • Andreas Plettenberg
  • Claus Seebacher
  • Dietrich Abeck
  • Jochen Brasch
  • Oliver Cornely
  • Isaak Effendy
  • Gabriele Ginter-Hanselmayer
  • Norbert Haake
  • Gudrun Hamm
  • Uta-Christina Hipler
  • Herbert Hof
  • Hans Christian Korting
  • Peter Mayser
  • Markus Ruhnke
  • Kurt-Heiner Schlacke
  • Hans-Jürgen Tietz
JDDG: Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, Volume 6, Issue 7, pp. 593–597
  • Hans-Jürgen Tietz
hautnah dermatologie, Volume 33, Issue 4, pp 28–3
Die Onychomykose ist eine hartnäckige chronische Nagelerkrankung mit einer hohen Rezidivrate. Das endogene mikrobielle Substrat einer erneuten Infektion ist die Spore, die folglich im Zuge einer Therapie konsequent beseitigt werden muss. Damit eine sporozide Behandlung erfolgreich ist, muss der Behandler wissen, was eine Spore in Bezug auf die Nachhaltigkeit der Therapie ist und welche Substanz in diesem Sinne sporozid wirkt und welche nicht.
  • Hans-Jürgen Tietz
Der Allgemeinarzt 7/2017
Pilzerreger sind vielfältig und gut an die Zivilisation angepasst. Sie befallen den Menschen von Kopf bis Fuß. Am weitesten verbreitet sind die Mykosen der Füße und der Nägel. Es erkranken zunehmend auch Kinder, was vor Jahren selten war. Der Leidensdruck der Patienten, die zum Arzt gehen, ist hoch. Es ist jedoch nicht nur ein optisches Problem, sondern vor allem eine Infektion, die übertragbar ist. Die Erreger sind nachweisbar. Ebenso beeindruckend ist, dass man jede Pilzinfektion heilen kann, auch wenn sie noch so hartnäckig ist. Die vorliegende Arbeit möchte Mut machen, dass dies auch in der hausärztlichen Praxis gelingt.
MMW - Fortschritte der Medizin, Volume 159, Issue 1, pp 51–58
Pilze sind optimal an das menschliche Leben angepasst. Die zunehmende Häufigkeit von Mykosen erklärt sich durch das Auftreten neuer Erreger und die Zuwanderung von Menschen aus Krisengebieten. Lesen Sie hier, was Sie wissen müssen, um Ihre Patienten von Pilzerkrankungen zu befreien.
  • Hans-Jürgen Tietz
HNO Nachrichten, Volume 45, Issue 4, pp 36–36
  • Hans-Jürgen Tietz
gyne, Heft 08, 2015
  • Hans-Jürgen Tietz
Der Hausarzt 4/2015, pp. 34-38, Deutscher Hausärzteverband e.V., mm medizin + medien Verlag GmbH
  • Hans-Jürgen Tietz
InfectoPharm, ISSN 1869-4799, Sonderheft 2015
Pilzinfektionen im Kindesalter werden immer häufiger beobachtet. Dabei nehmen auch Infektionen an bestimmten Lokalisationen wie Onychomykosen bei Kindern überproportional zu. Darüber hinaus werden auch „migrierte“ Erreger wie z. B. Pilze afrikanischer Herkunft als Ursachen einer Mykose des behaarten Kopfes diagnostiziert. Dieses Themenheft geht detailliert auf die Diagnostik und Behandlung von Pilzerkrankungen ein.
  • Hans-Jürgen Tietz
HNO Nachrichten, 2014, Volume 44, Issue 4, pp 34–34
Wiederkehrende Pilzinfektion im Ohr
  • Pietro Nenoff
  • Constanze Krüger
  • Jörg Schaller
  • Gabriele Ginter-Hanselmayer
  • Rudolf Schulte-Beerbühl
  • Hans-Jürgen Tietz
JDDG: Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft 12.9 (2014): 749-779.
Pilzinfektionen der Haut werden in Deutschland und weltweit am häufigsten durch Dermatophyten verursacht. Die Tinea pedis ist die häufigste Pilzinfektion in den Industriestaaten der westlichen Welt. Ausgehend von dieser Dermatophytose entwickelt sich eine Tinea unguium. Insbesondere bei älteren Patienten kommt es infolge Autoinokulation von der Tinea pedis et unguium zu Tinea-Formen der freien Haut. Die Tinea capitis tritt bei Erwachsenen selten auf. Dagegen gilt sie als häufigste Pilzinfektion im Kindesalter. Bei der antimykotischen Behandlung der Tinea unguium und der Tinea capitis kann ein Dermatophytid auftreten. Hefepilzinfektionen betreffen die Schleimhaut von Orointestinaltrakt und Genitalsystem. Die Candidose der Haut betrifft vorzugsweise die intertriginösen Regionen der Hautfalten. Dagegen ist die Pityriasis versicolor eine oberflächliche Pilzinfektion am Körperstamm. Schimmelpilzinfektionen sind selten und spielen fast nur bei der Onychomykose eine Rolle. Die Diagnostik von Dermatomykosen umfasst den mikroskopischen Pilznachweis mittels Kaliumhydroxid- bzw. alternativ fluoreszenzoptischem Blankophor-Präparat und den kulturellen Pilznachweis. Dem histologischen Pilznachweis mittels PAS-Färbung sollte aufgrund der hohen Empfindlichkeit insbesondere bei der Onychomykose-Diagnostik ein wesentlich höherer Stellenwert zukommen. Mit der PCR, u. a. einem Dermatophyten-PCR-ELISA, lassen sich die Erreger direkt im klinischen Material spezifisch und hoch empfindlich nachweisen. Molekulare Methoden, auch die MALDI-TOF (matrix-assisted laser desorption ionization-time of flight)-Massenspektrometrie (MS) als Kulturbestätigungstest, ergänzen die konventionelle mykologische Diagnostik.
  • Hans-Jürgen Tietz
Uro-News, Volume 18, Issue 9, pp 32–34
Männer können durch Pilzerreger von Fuß bis Kopf befallen sein. Am häufigsten sind die Candida-Balanitis, intertriginöse Kandidosen, Mykosen der Füße und der Nägel (Onychomykosen) sowie die Pityriasis versicolor. Einzelheiten zu Art und Ausbreitung, zur Spezifik der Erreger sowie zur Therapie erfahren Sie im folgenden Beitrag.
  • Hans-Jürgen Tietz
  • Pietro Nenoff
ästhetische dermatologie & kosmetologie, Volume 6, Issue 2, pp 20–24
Nagelpilz ist eine alte Krankheit. Bereits 1853 gelang dem Göttinger Medizinstudenten Georg Meissner die Entdeckung der pilzlichen Ursache der Erkrankung. Rudolf Virchow nannte sie „Onychomykose“. Die Genialität dieses Begriffes besteht darin, dass darunter alle infrage kommenden Erreger eingeschlossen werden können: Dermatophyten, Hefen und Schimmelpilze.
  • Pietro Nenoff
  • Constanze Krüger
  • Gabriele Ginter-Hanselmayer
  • Hans-Jürgen Tietz
JDDG: Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft 12.3 (2014): 188-212.
Dermatomykosen werden am häufigsten durch Dermatophyten verursacht. Nach wie vor ist der anthropophile Dermatophyt Trichophyton (T.) rubrum weltweit der häufigste Erreger. Virulenzfaktoren von T. rubrum sind Keratinasen und Cysteindioxygenase. Disponierende Faktoren für Onychomykosen sind Durchblutungsstörungen (chronisch-venöse Insuffizienz), Diabetes mellitus, Störungen der zellulären Abwehr und genetische Disposition. Eine beunruhigende Entwicklung ist die Zunahme der Onychomykose im Kindesalter. Die Tinea capitis wird meist durch Microsporum canis verursacht. Neue zoophile Erreger, an erster Stelle Trichophyton species von Arthroderma benhamiae, sollten in die differenzialdiagnostischen Erwägungen bei Tinea capitis, Tinea faciei und Tinea corporis einbezogen werden. Infektionsquelle sind als Haustiere gehaltene Nagetiere (Meerschweinchen). Anthropophile Dermatophyten breiten sich ausgehend von Immigrantenfamilien aus Afrika oder Asien in Deutschland aus. Trichophyton viola-ceum, T. tonsurans (Infektion in Kampfsportvereinen als „Tinea gladiatorum capitis et corporis“) und M. audouinii verursachen Klein-Epidemien einer Tinea corporis et capitis in Kindergärten und Schulen. Oberflächliche Infektionen der Haut und Schleimhaut durch Hefe- bzw. Sprosspilze werden durch Candida-Arten verursacht. Zahlenmäßig bedeutungsvoller sind Infektionen durch den lipophilen Hefepilz Malassezia. Innerhalb der Gattung Malassezia kennt man mehr als zehn verschiedene Spezies. Malassezia globosa spielt bei Pityriasis versicolor eine entscheidende Rolle. Schimmelpilze (non-dermatophyte molds, NDM) werden zunehmend als Erreger der Onychomykose gefunden. Neben Scopulariopsis brevicaulis finden sich Fusarium und Aspergillus.
  • Orazio Romeo
  • Hans-Jürgen Tietz
  • Giuseppe Criseo
Current Fungal Infection Reports 7.3 (2013): 192-197
Twelve years ago, Candida africana was proposed as new species within the Candida albicans species complex, and since then has raised much controversy regarding whether or not it should be considered a separate species from C. albicans. Although its taxonomic status is still a matter of debate, this yeast differs from C. albicans by a number of phenotypic, genotypic, pathogenic and clinical characteristics that make this fungus particularly interesting to study. Current epidemiological and clinical data suggest that C. africana has a worldwide distribution, is particularly adapted to colonize/infect human vaginal mucosa, and may also be responsible for most serious diseases involving other human organs. In this review, we will discuss the current knowledge about C. africana, highlighting its role in human infections, thus providing a complete clinical picture in order to understand if this yeast can be considered an important pathogen.
  • Hans-Jürgen Tietz
  • Roderick Hay
  • Susanne Querner
  • Andreas Delcker
  • Peter Kurka
  • Hans F. Merk
Mycoses, Volume 56, Issue 4 July 2013 Pages 414–421
  • Michael Hopp
  • Hans-Jürgen Tietz
Zahnmedizin up2date 2011; 5(5): 489-513
  • Claus Seebacher
  • Hans Christian Korting
  • Dietrich Abeck
  • Jochen Brasch
  • Oliver Cornely
  • Isaak Effendy
  • Gabriele Ginter-Hanselmayer
  • Norbert Haake
  • Gudrun Hamm
  • Uta-Christina Hipler
  • Herbert Hof
  • Peter Mayser
  • Markus Ruhnke
  • Kurt-Heiner Schlacke
  • Hans-Jürgen Tietz
DDG: Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, Volume 8, Issue 7 July 2010 Pages 549–554
  • Hans-Jürgen Tietz
Health 2.06 (2010), pp. 513-518
Therapy of chronic recurrent vulvovaginal can- didiasis (VVC) caused by Candida glabrata is still rare in comparison to C. albicans infection, but therapy remains more difficult. Combination therapy with topical antifungals may improve therapy outcome, but still standard agents as fluconazole or itraconazole often fail. Posaconazole is a new systemic triazole with a wide antifungal spectrum including rare Candida species. Up to now, no clinical trials with posa- conazole in chronic recurrent VVC have been undertaken. Here, first results of the application of a new therapy regimen consisting of oral posaconazole in combination with topical ciclopiroxolamine are presented. 15 patients with chronic recurrent VVC caused by C. glabrata have been treated. 14 of these patients experienced successful therapy, clinical and mycological cure 30 days after begin of therapy has been observed. Long-term results are promising, as in 4 patients clinical and mycologic cure persists for more than 1 year up to now. Das Institut für Pilzkrankheiten hat ein Therapiekonzept zur Behandlung von Problem-Infektionen (C. glabrata, C. krusei) entwickelt und publiziert.
  • Hans-Jürgen Tietz
Mycoses, Volume 51, Issue s4 September 2008 Pages 46–47
  • Claus Seebacher
  • Dietrich Abeck
  • Jochen Brasch
  • Isaak Effendy
  • Gabriele Ginter-Hanselmayer
  • Norbert Haake
  • Gudrun Hamm
  • Herbert Hof
  • Hans Christian Korting
  • Peter Mayser
  • Markus Ruhnke
  • Kurt-Heiner Schlacke
  • Hans-Jürgen Tietz
JDDG: Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft 4.7 (2006): 591-596.
  • Manuel Pintode Andrade
  • Gabriele Schönian
  • Anja Forche
  • Laura Rosado
  • Isabel Costa
  • Michaela Müller
  • Wolfgang Presber
  • Thomas G. Mitchell
  • Hans-Jürgen Tietz
International Journal of Medical Microbiology, Volume 290, Issue 1, March 2000, Pages 97-104
PCR fingerprinting with single non-specific primers was used to type vaginal isolates of C. albicans from Portugal, Angola, Madagascar, and two regions of Germany (Berlin and Munich). In addition to analysing isolates that exhibited the normal biotype of C. albicans, the study included atypical strains that failed to assimilate glucosamine and N-acetylglucosamine, which were isolated from women in Angola and Madagascar. A total of 212 strains of C. albicans were studied, representing 87 different multi-locus genotypes. The genotypes of strains from each geographical population were highly similar but not identical. There was one exception: a strain from Portugal grouped with the typical strains from Angola. The typical and especially the atypical populations from Africa displayed less genotype variation than the populations from Europe. The Portuguese samples exhibited the greatest genotypic heterogeneity. Distance analysis (UPGMA) revealed a statistically weak correlation between genotype and geographical origin of the C. albicans isolates.
  • Viktor Czaika
  • Hans-Jürgen Tietz
  • Peter Schulze
  • Wolfram Sterry
July 1998, Volume 49, Issue 7, pp 576–580
Von verschiedenen Begleitfaktoren unterstützt, erleben zoophile Dermatomykosen seit wenigen Jahren eine epidemiologische Renaissance. Die gegenwärtig wichtigsten Erreger sind Microsporum canis, Trichophyton mentagrophytes var. granulosum und, wie im vorliegenden Fall, Trichophyton verrucosum. Es handelt sich um einst meldepflichtige Erreger mit hoher Virulenz und Kontagiosität. Das hier vorgestellte Beispiel einer ausgedehnten, zunächst verkannten Tinea corporis et faciei bei Mutter und Kind zeigt die aktuelle Bedeutung von Trichophyton verrucosum, aber auch die diagnostischen Schwierigkeiten im Umgang mit einer vormals seltenen Infektionskrankheit. Die phlegmasisch-entzündliche Symptomatik der tiefen Trichophytie mit unmittelbarer Gefahr von Narbenbildung begründete die synergistische Kombinationstherapie bei beiden Patientinnen. Waren zu Beginn des epidemiologischen Aufschwungs die Infektionsquellen zoophiler Dermatomykosen fast ausschließlich in mediterranen Gebieten zu suchen, mehren sich die Hinweise auf einheimische Erregerreservoire. Angesichts der Vernachlässigung der konsequenten Immunisierung von Viehbeständen gegen Rindertrichophytie sowie der fehlenden Meldepflicht ist mit einem Anstieg der Erkrankungszahlen auch beim Menschen zu rechnen.